Der Kreislauf von Werden, Sein, Vergehen

Die Jahreskreisfeste im Lebensbaum

In alten Kalendern ist die Einteilung geprägt von den ewigen Abläufen der Natur: den Zeiten des Sprießens, des Gedeihens, und des Welkens. Und zwischen dem Spät- und Frühjahr gibt es eine stille Zeit. Als einen Raum der Ruhe und des Übergangs.

 

Die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen markieren jeweils die Wendepunkte und mit ihnen fallen die Veränderungen in der Natur zusammen. Auch der Lebensbaum ist zyklisch angelegt und folgt diesem Rhythmus - auch im übertragenen Sinne auf unsere Erlebnisse und Erfahrungen:


Im Osten geht die Sonne auf ... 

 

So wie ein neuer Tag mit dem Sonnenaufgang im Osten beginnt, steht diese Himmelsrichtung für den Anfang, den Morgen und den Frühling. Es ist der Beginn aller Möglichkeiten.

 

... zum Süden nimmt sie ihren Lauf ... 

 

Im Süden steht die Sonne am höchsten und verkörpert den Mittag und den Sommer. Es ist die Zeit der höchsten Schaffenskraft, Selbstentfaltung und gleichermaßen unserer Sinnfragen. 

 

... im Westen wird sie untergehen ...

 

Der Westen ist die Himmelsrichtung der untergehenden Sonne, des Abends und des Herbstes, es wird dunkler und kühler. Es ist die Zeit der Vollendung und Reife.

 

... im Norden ist sie nicht zu sehen.

 

Der Norden symbolisiert die Nacht und den Winter als die Zeit der Ruhe und Sammlung. Hier ist das Reich der Dunkelheit, aber nicht im Sinne von düster oder gar unheimlich, es steht für das, was noch verborgen ist. 

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